Alle Artikel in: BRUSTKREBS INTERV.

* Auf 6 qm zu dritt durch Europa – Ein Interview mit Julia.

Wir haben uns im Sommer 2018 in der Onkologie kennengelernt. Obwohl unter keinen schönen Bedingungen waren die gemeinsame Montage mit unserer kleinen Truppe eine wirklich schöne Zeit für mich. Wir hatten Spaß und viel gelacht. Du sagtest damals, Du möchtest dem Krebs etwas Positives abgewinnen. Und genau das hast Du 2019 mit Deinem Mann Thomas getan. Nach dem Motto: Träume müssen gelebt und nicht verschoben werden, ging es nach der Beendigung Deiner Therapien sofort los. Ihr habt Eure Wohnung gekündigt, Euren Hausstand aufgelöst, Eure Jobs auf Eis gelegt, Karlsson zu Euch genommen, um von Juli 2019 an für ein Jahr mit einem Wohnmobil Europa zu erkunden. Auf dem Blog https://obertours.eu erzählt Ihr Eure Reisegeschichten. Wir konnten so an Euren Erlebnissen teilnehmen.   Mittlerweile ist ja schon fast wieder ein Jahr vorbei. Wie war die Aufbruchsstimmung für Dich? Gab es auch Zweifel? An die Aufbruchszeit erinnere ich mich sehr gerne zurück. Da begann auch schon ein wichtiger Teil dieser Reise. Wir haben für die Reise unseren Haushalt und viel von unserem Besitz aufgelöst, verkauft oder verschenkt. …

* Clownia: Den Menschen ein Lächeln auf ihren Lippen zaubern.

Ich traf mich für ein gemeinsames Gespräch mit Claudia, die 2009 die Diagnose Brustkrebs erhalten hatte und wollte von ihr wissen, wie sie es schaffte, damit umzugehen und später wieder ins Leben zurückfand.  Ich saß einer lebensbejahenden, tiefgründigen und humorvollen Frau gegenüber. Krebs kommt oft sehr leise und völlig beschwerde- und schmerzfrei daher. Man entdeckt einen kleinen Knubbel, das Blutbild stimmt nicht so ganz oder in der Vorsorge gab es Auffälligkeiten. Und dann BÄHM!, man wird im Hier und Jetzt mit Leid und Tod konfrontiert! Muss zukunftsweisende Entscheidungen treffen. Wie war es für Dich, als Du die Diagnose erhalten hast?  Für mich kam die Diagnose nicht wirklich überraschend, da ich durch meine Oma, Mutter und ältere Schwester erblich vorbelastet war und eigentlich immer mit der Angst gelebt habe. Meine Mutter verstarb an Brustkrebs, als ich nur 9 Jahre alt war.  Daher wusste ich, es kann mich treffen! Und ich wusste ungefähr, was auf mich zukommt, obwohl in meiner Kindheit alles andere als offen mit der Erkrankung umgegangen wurde. Macht es das Wissen darüber besser? Denkt man nicht doch irgendwie, der …

* Bloggerin Nicole: #Prinzessin uffm Bersch

Zu Beginn reagieren die meisten Menschen auf eine Krebsdiagnose mit Verleugnung: Das passiert mir hier nicht! Ich hatte mich dabei sogar umgedreht, weil ich dachte, hinter mir sitzt die Betroffene. Aber ich?  Um mich herum bildete sich eine große Schockblase, in der ich über Wochen ausharrte. Nichts war real. Mein Leben stand still. Ich hoffte, dass ich endlich aus der Erstarrung kam und mir mein  Gegenüber sagt: Alles okay, wir sehen uns in einem Jahr wieder. Wir gehen zur Vorsorge (uns wird von der Medizin versprochen, dann ist alles gut – wenn man nur regelmäßig zur Vorsorge geht), sind nervös, denken aber: Der Kelch geht an uns vorüber. Gehen erleichtert nach Hause, wenn der Arzt sagt, bei Ihnen ist alles okay. Und dann BÄHHMMM, steht ein Verdacht im Raum, der sich nach einem Untersuchungsmarathon bestätigt. KREBS! ICH! EINE TATSACHE! Nicole gibt auf ihrem Blog prinzessin-uffm-bersch.de, neben ihrer Geschichte anderen Frauen und Männern Raum für ihre Geschichten. So fühlt man sich auf der einen Seite nicht so alleine mit der Diagnose und auf der anderen Seite …