{"id":104,"date":"2022-07-23T08:55:21","date_gmt":"2022-07-23T08:55:21","guid":{"rendered":"https:\/\/petrabach.de\/?p=104"},"modified":"2024-06-27T05:05:18","modified_gmt":"2024-06-27T05:05:18","slug":"wirtschaftsforum-hh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/petrabach.de\/?p=104","title":{"rendered":"Wirtschaftsforum HH"},"content":{"rendered":"<p>2006 entwickelte ich mit Ulf Peter Busse das Konzept f\u00fcr ein Wirtschaftsforum, welches sich ausschlie\u00dflich mit regionaler Kultur und Kunst befassen sollte.<\/p>\n<h2><b>Nachgefragt:<br \/>\nUlf-Peter Busse, Redakteur der Bergedorfer Zeitung zum 22. Wirtschaftsforum Hamburg \u201eKultur und Wirtschaft im Dialog\u201c.<\/b><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-125\" src=\"https:\/\/petrabach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ulf-Peter-Busse-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"507\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/petrabach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ulf-Peter-Busse-300x201.jpg 300w, https:\/\/petrabach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ulf-Peter-Busse-768x514.jpg 768w, https:\/\/petrabach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ulf-Peter-Busse-660x442.jpg 660w, https:\/\/petrabach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Ulf-Peter-Busse.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/p>\n<p>Unter der \u00dcberschrift \u201eKultur + Wirtschaft im Dialog\u201c befasst sich das Wirtschaftsforum Hamburg der Bergedorfer Zeitung mit aktuellen Themen aus Kultur und Zeitgeist. Behandelt wurden neben den traditionellen Kultur-Themen bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater unter jeweils besonderer Fragestellung unter anderem auch Mode, Stadtentwicklung, Jugendkultur, Social Media, Corporate Citizenship, Erneuerbare Energien, Rollenbilder und gesellschaftlicher Protest.<\/p>\n<p>Im Zentrum steht dabei eine moderierte Podiumsdiskussion mit drei bis vier G\u00e4sten, die ebenso informativ wie kontrovers gef\u00fchrt wird. Ziel ist es, dem geladenen Publikum \u2013 je Thema kommen etwa 100 bis 200 G\u00e4ste \u2013 einen lebendigen Blick auf das Thema zu geben, den Abend andererseits als gesellschaftliches Ereignis zum individuellen gegenseitigen Austausch am Buffet zu nutzen. Ein Rahmenprogramm wie etwa eine Ausstellung, ein musikalischer Beitrag oder eine F\u00fchrung runden den Abend ab.<\/p>\n<p>Das Wirtschaftsforum gibt es zweimal im Jahr. Veranstaltungsort ist die \u00fcber 100 Jahre alte Bibliothek der Hamburger Sternwarte, wobei das Format auch \u201eauf Wanderschaft\u201c geht, also an einen anderen interessanten Ort im Gro\u00dfraum Hamburg. Dazu geh\u00f6rten bisher unter anderem das K\u00f6rber-Forum der gleichnamigen Stiftung, das Auswanderermuseum Ballinstadt, das Autoforum \u201eSammlung Prototyp\u201c und der Mode-Campus der Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften.<\/p>\n<p><b>Im November 2006 hat die Bergedorf Zeitung zum ersten Wirtschaftsforum \u201eKunst und Wirtschaft im Dialog\u201c eingeladen. Welche Idee steckte dahinter?\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Wir nahmen die neue Kulturbeilage \u201eKulturblatt\u201c der Bergedorf Zeitung als Anlass f\u00fcr das erste Wirtschaftsforum. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung entschied jedoch schon vor dem ersten Wirtschaftsforum, die Beilage teils in die Verantwortung eines extra gegr\u00fcndeten Kulturblatt-Vereins zu legen. Diese Entscheidung machte uns unabh\u00e4ngig von Themen der Beilage und bescherte dem Wirtschaftsforum von Beginn an eine \u00fcberaus gro\u00dfe kreative Freiheit. Die Reihe konnte sich somit ohne inhaltliche Zw\u00e4nge zu einem Forum entwickeln, das dem Publikum tiefe Einblicke in die jeweils aktuellen Kultur- und Zeitgeist-Themen gab.<\/p>\n<p>Es entwickelte sich ein Treffen, das jeweils \u201e\u00fcber den Tellerrand hinaus\u201c blickte und zum festen gesellschaftlichen Ereignis avancierte. Das Wirtschaftsforum verschaffte der Zeitung den Ruf, hier etwas an die Entscheidungstr\u00e4ger in ihrem Erscheinungsgebiet zur\u00fcckzugeben, n\u00e4mlich Live-Statements aus prominenten und kompetenten M\u00fcndern.<\/p>\n<p><b>Wie konnte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Bergedorfer Zeitung 2006 von der eher ungew\u00f6hnlichen Idee eines Dialogforums Kultur + Wirtschaft \u00fcberzeugt werden?<\/b><\/p>\n<blockquote><p><i><strong>Motor war seinerzeit neben der anstehenden Kulturbeilage vor allem das von der Kulturmanagerin<\/strong> <strong>Petra Bach und mir entwickelte ansprechende Konzept: Ein prominentes Podium pr\u00e4sentiert einem geladenen Kreis in attraktiver Umgebung ein Thema<\/strong>.<\/i> Unser Gl\u00fcck war, dass die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung sehr offen neuen Ideen gegen\u00fcber stand. Tats\u00e4chlich hat es einige Jahre gedauert, bis der Ruf des Wirtschaftsforums auf die Zeitung zur\u00fcckstrahlte und auch in unserer Chefetage die Relevanz der Reihe erkannt wurde: Wichtige Pers\u00f6nlichkeiten spiegelten zur\u00fcck, dass die Zeitung hier ihrem Informationsauftrag in einem Ma\u00dfe gerecht werde, das nicht selbstverst\u00e4ndlich sei und in dieser Form in Hamburg einmalig ist.<\/p><\/blockquote>\n<p><b>Wie hat die Wirtschaft die Veranstaltung angenommen?<\/b><\/p>\n<p>Die Resonanz von bis zu 200 G\u00e4sten ist ein gro\u00dfer Erfolg. Bis heute setzt sich das Publikum zu etwa 70 Prozent aus den K\u00f6pfen der Wirtschaft und zu jeweils zehn Prozent aus Politik, Kultur und Verwaltung zusammen. Erkannt wird auch der Wert einer Einladung. Wer nicht auf der der G\u00e4steliste steht, fragt nach, warum das so ist. Das liegt neben der Mund-Propaganda vor allem daran, dass das jeweilige Thema samt G\u00e4steliste und Statements vom Abend im Anschluss auf zwei bis drei Seiten in unserer Zeitung umfangreich aufgegriffen wird.<\/p>\n<p><b>Hat sich der Hamburger Stadtteil Bergedorf dadurch ver\u00e4ndert?<\/b><\/p>\n<p>Zwei Dinge fallen auf: Einerseits hat sich der gesellschaftliche Wert des Wirtschaftsforums etabliert. Die Veranstaltungen sind zum willkommenen Treffpunkt geworden, bei dem w\u00e4hrend der vielen Gespr\u00e4chen am Buffet regelm\u00e4\u00dfig Kontakte gekn\u00fcpft und Projekte angeschoben werden \u2013 sowohl angeregt vom Thema des Abends als auch mit ganz anderen Inhalten. Andererseits ist ein Anfang gelungen, den immer noch von Hamburg etwas als \u201eProvinz\u201c in den eigenen Stadtgrenzen be\u00e4ugten Bezirk Bergedorf etwas mehr in den Focus zu r\u00fccken \u2013 und auch die Ressentiments der Bergedorfer gegen\u00fcber der Metropole abzubauen.<\/p>\n<p><b>Welcher Abend war Ihr pers\u00f6nliches Highlight?<\/b><\/p>\n<p>Da f\u00e4llt mir eine konkrete Festlegung schwer. Geht es um die Prominenz der G\u00e4ste, waren die Diskussionen mit Matthias Matussek zu gesellschaftlichem Protest und Kay Oberbeck von Google zu Social Media H\u00f6hepunkte. Inhaltlich begeistern einen Redakteur wie mich nat\u00fcrlich aktuelle Themen besonders, darunter zuletzt die Fl\u00fcchtlingskrise mit Integrationsstaatsministerin Aydan \u00d6zoguz und als n\u00e4chstes die Frage, ob Olympia wirklich zu Hamburg passt, dann mit dem Manager der Handball-Nationalmannschaft und Olympia-Teilnehmer 2008 in Peking, Oliver Roggisch. Die gr\u00f6\u00dften Folgen hatte bisher der Abend \u201eArchitektur gestern + heute: Sternwarte und HafenCity\u201c, bei dem die ideellen Grundlagen der Weltkulturerbe-Bewerbung der Hamburger Sternwarte \u2013 Heimat unserer Veranstaltung \u2013 durch meinen Podiumsgast Prof. Dr. Gottfried Kiesow, den mittlerweile verstorbenen Chef der Deutschen Stiftung Denkmalpflege, gelegt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2006 entwickelte ich mit Ulf Peter Busse das Konzept f\u00fcr ein Wirtschaftsforum, welches sich ausschlie\u00dflich mit regionaler Kultur und Kunst befassen sollte. 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