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* Patientenverfügung: Ein Austausch mit Nina Hagen.

Erst vor meiner 2. Gehirn-OP im Jahr 2011 hatte ich an eine rechtlich abgesicherten Patientenverfügung gedacht. Ich wollte endlich selbst bestimmen und die Verantwortung nicht mehr anderen überlassen. Als ich in der Nacht am 21. September 09 mit 44 Jahren über die Notaufnahme eines normalen Hamburger Krankenhauses ohne Untersuchung auf direktem Weg in der Psychiatrie landete, kam mir die Möglichkeit einer rechtlichen Absicherung gar nicht in den Sinn. Jedoch glaubte mir mit dem fetten Stempel Psycho auf meiner Stirn von diesem Tag  an niemand mehr. Es ging zeitweise so weit, dass ich kurz vor einer Entmündigung stand, weil ich die vielen Psychopharmaka verweigerte. Und nur durch einen Zufall entdeckte man drei Jahre später den Gehirntumor am Stammhirn, die Ursache für all meiner Symptome. Vor der ersten Gehirn-OP hatte ich schnell eine Standard-Patientenverfügung aus dem Internet erstellt, die rechtlich gar nichts absicherte, weil zu allgemein. Während der Zeit auf der Intensivstation, an einem  Beatmungsgerät hängend mit einem Körper, der nichts mehr konnte, entschieden deshalb über Wochen andere für mich. Wenn es richtig schlecht gelaufen wäre, hätten …