Autor: Petra

MAI 2021: Für jeden Kilometer 1 € spenden.

Am 04. Mai 2011 hatte ich meine erste Gehirn OP, nachdem die Ärzte zwei Wochen vorher ein ca. 10 Jahre lang gewachsenes Meningeom am Stammhirn festgestellt hatten. Bereits  nach der OP auf der Intensivstation wurde mir gesagt, dass ich wahrscheinlich nie mehr laufen kann. 8 Jahre später beschloss ich für den New Yorker Marathon am 07. November 2021 zu trainieren. Mit 10 km („Für jedes Lebensjahr einen Kilometer!“) wollte ich daran teilnehmen. Wie so oft bei großen Plänen hat das Leben etwas anderes vor als wir: 2020 kam Corona und durchkreuzte alle Marathon-Pläne. Daher möchte ich in der Zeit vom 02. Mai bis zum 09. Mai 2021 einen kleinen  – ganz persönlichen – virtuellen Lauf veranstalten und rufe alle meine Freund(e)*innen und Mitstreiter*innen dazu auf, mit mir zu gehen, walken oder laufen. So können wir gemeinsam Gutes tun. Jeder einzelne Kilometer zählt. Denn für jeden Kilometer wird 1 € an die Deutsche Hirntumorhilfe e.V. gespendet. Eckdaten für die Teilnahme: Im Vordergrund steht der gute Zweck und die Freude dabei! In der Zeit vom 02.05. – 09.05.2021 …

Gemeinsam gegen Hirntumor: Die Deutsche Hirntumorhilfe.

Die Deutsche Hirntumorhilfe ist ein bundesweit tätiger, gemeinnütziger Verein, der sich seit 1998 für die Verbesserung der Patientenversorgung und Förderung der Neuroonkologie einsetzt. Unter dem Motto „Wissen schafft Zukunft“ unterstützt die Deutsche Hirntumorhilfe eine Vielzahl von Projekten für Menschen, die mit der seltenen Erkrankung konfrontiert sind. Dazu gehören der Hirntumor-Informationsdienst, regelmäßige Hirntumor-Informationstage, die Patientenzeitschrift brainstorm sowie ein großes Selbsthilfenetzwerk für Patienten und Angehörige. Darüber hinaus vertritt die Deutsche Hirntumorhilfe Patienteninteressen auch auf gesundheitspolitischer Ebene und leistet wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Als zentrale Kontakt- und Informationsstelle klärt die Non-Profit-Organisation fundiert, verständlich und patientennah über aktuelle Standards und Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren und Hirnmetastasen auf. Sie vernetzt Betroffene untereinander, unterstützt beim Umgang mit der herausfordernden Situation und fördert die Arzt-Patienten-Kommunikation, damit Betroffene sicher und selbstbestimmt entscheiden können. Kontakt Deutsche Hirntumorhilfe e.V. Karl-Heine-Straße 27, 04229 Leipzig Tel. 0341.590 93 96 E-Mail: info@hirntumorhilfe.de Informationen Website Facebook Spendenkonto   Stichwort: KURT      

* Patientenverfügung: Ein Austausch mit Nina Hagen.

Erst vor meiner 2. Gehirn-OP im Jahr 2011 hatte ich an eine rechtlich abgesicherten Patientenverfügung gedacht. Ich wollte endlich selbst bestimmen und die Verantwortung nicht mehr anderen überlassen. Als ich in der Nacht am 21. September 09 mit 44 Jahren über die Notaufnahme eines normalen Hamburger Krankenhauses ohne Untersuchung auf direktem Weg in der Psychiatrie landete, kam mir die Möglichkeit einer rechtlichen Absicherung gar nicht in den Sinn. Jedoch glaubte mir mit dem fetten Stempel Psycho auf meiner Stirn von diesem Tag  an niemand mehr. Es ging zeitweise so weit, dass ich kurz vor einer Entmündigung stand, weil ich die vielen Psychopharmaka verweigerte. Und nur durch einen Zufall entdeckte man drei Jahre später den Gehirntumor am Stammhirn, die Ursache für all meiner Symptome. Vor der ersten Gehirn-OP hatte ich schnell eine Standard-Patientenverfügung aus dem Internet erstellt, die rechtlich gar nichts absicherte, weil zu allgemein. Während der Zeit auf der Intensivstation, an einem  Beatmungsgerät hängend mit einem Körper, der nichts mehr konnte, entschieden deshalb über Wochen andere für mich. Wenn es richtig schlecht gelaufen wäre, hätten …

* Yoga ist eine Lebenseinstellung – Ein Gespräch mit Alex.

Erst im Mai 2019 begann ich mit Yoga und nahm bei Dir Einzelunterricht. Ich würde mich eher als eine Sprinterin bezeichnen, als eine Marathon-Läuferin, daher entschied ich mich von Beginn an bewusst für Yin Yoga. Während unserer Zeit habe ich verstanden, dass Yoga so viel mehr ist, als sich nur zu bewegen. Wenn man sich darauf einlässt, ist es eine Reise zu sich selbst. Mir begegnen bis heute immer wieder die Worte von Siddhartha Gautama Buddha: „Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.“   Dank Deiner Unterstützung im Zusammenhang mit Yoga habe ich wieder zur körperlichen und seelischen Balance gefunden. Mich überrascht mein Körper immer noch, indem er mir zeigt, was er alles kann.    Was bedeutet Yoga für Dich? Für mich ist Yoga keine Praxis, die nur auf einer Matte stattfindet oder auf einem Meditationskissen, sondern eine Haltung dem Leben gegenüber. Es ist gerade der Alltag und kein gesonderter Zeitraum in dem Yoga für mich stattfindet. Das Kind braucht ja immer einen Namen und so sei der Name Yoga. Yoga bedeutet …

* Ein Gespräch mit Claudia: 10 Jahre ohne Rezidiv

Die New Yorker feiern ihre Feuerwehrmänner als DIE WAHREN HELDEN! Die sind auch wirklich cool. Für mich sind jedoch die wahren Heldinnen und Helden, die, die den Kampf gegen Krebs aufgenommen und ihren Kopf nicht in den Sand gesteckt haben. Sie haben sich den kleinen aggressiven und todbringenden Zellen gestellt oder tun es immer noch. Egal an welcher Kreuzung sie mit ihrer Erkrankung stehen, bieten sie Tag für Tag, ihrem Schicksal die Stirn. Nachdem ich 2011 meine beiden Gehirn OP’s überlebt hatte, saß ich zu Hause und dachte, jetzt hast Du mit erhabenen Hauptes den Kampf der Kämpfe durch- und überlebt und was ist nu? NIX! Ein Freund meinte damals dazu, was hast Du denn erwartet? Ein Feuerwerk etwa? Ja, antwortete ich, dass größte überhaupt und eine Party und viele Geschenke dazu. Er schüttelte nur den Kopf, verdrehte die Augen und meinte, sei einfach froh, dass Du all das überlebt hast. Du hast ein Leben! Hab ich das?, fragte ich mich! Diese Aussage steht stellvertretend für viele Gesunde (Außenstehende: Eltern, Freunde, Lebenspartner, Gesellschaft), die so einen harten Kampf nie kämpfen mussten: Sei doch …

* Brustkrebs / Prinzessin uffm Bersch

Zu Beginn reagieren die meisten Menschen auf eine Krebsdiagnose mit Verleugnung: Das passiert mir hier nicht! Ich hatte mich dabei sogar umgedreht, weil ich dachte, hinter mir sitzt die Betroffene. Aber ich?  Um mich herum bildete sich eine große Schockblase, in der ich über Wochen ausharrte. Nichts war real. Mein Leben stand still. Ich hoffte, dass ich endlich aus der Erstarrung kam und mir mein  Gegenüber sagt: Alles okay, wir sehen uns in einem Jahr wieder. Wir gehen zur Vorsorge (uns wird von der Medizin versprochen, dann ist alles gut – wenn man nur regelmäßig zur Vorsorge geht), sind nervös, denken aber: Der Kelch geht an uns vorüber. Gehen erleichtert nach Hause, wenn der Arzt sagt, bei Ihnen ist alles okay. Und dann BÄHHMMM, steht ein Verdacht im Raum, der sich nach einem Untersuchungsmarathon bestätigt. KREBS! ICH! EINE TATSACHE! Nicole gibt auf ihrem Blog prinzessin-uffm-bersch.de, neben ihrer Geschichte anderen Frauen und Männern Raum für ihre Geschichten. So fühlt man sich auf der einen Seite nicht so alleine mit der Diagnose und auf der anderen Seite …

* #40 MAKE IT YOUR PATH – Ein Interview mit Gina Friedrich

Ob ich meine Geschichte erzählen möchte, damit kam Gina Friedrich mit ihrer Interview-Anfrage auf mich zu. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und so sprachen wir miteinander. Link anklicken und das gesamte Podcast-Gespräch hören: #40 >>  Interview    Gina Friedrich ist Career & Life Coach für Menschen, die ihre Zukunft bewusst gestalten wollen. Jeden Donnerstag bringt sie Dir Interviews mit inspirierenden, erfolgreichen und auch bekannten Persönlichkeiten aus der nationalen und internationalen Business-, NGO- und Sportwelt.

… laufe und lebe!

Am 26. April 2019 stand ich auf der Düsseldorfer Rheinkniebrücke und beschloss meine ganz persönliche Herausforderung. Es gibt diese Momente, in denen kein Raum für „Weiter so!“ vorhanden ist. An dem Punkt angekommen, geht nur: hopp oder top. Ich entschied mich für top und wollte 2021 für jedes Lebensjahr einen Kilometer laufen und mit 10 km am New Yorker Marathon teilnehmen. Aus diesem Entschluss heraus entstand mein Blog … laufe und lebe!      

FUCK IT – I’M ALIVE!

Ein Fotoprojekt über innere Kraft und das (Über-)leben mit Brustkrebs. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca.70.000 Frauen und Männer an Brustkrebs. Wie der Diagnose begegnen und damit umgehen? So individuell, wie die Erkrankung, so verschieden sind die betroffenen Menschen, so persönlich ist ihr Weg und der Umgang damit. Anfang 2018 erkrankte Marjorieth Sanmartin an Brustkrebs. Chemotherapie, Bestrahlung und Mastektomie hatte sie gezeichnet. Die Ästhetik des Kampfes zu dokumentieren war im Januar 2019 das Ziel der Fotografin Iris Edinger. Gemeinsam mit dem Gestalter und Fotoassistenten Jazek Poralla gründeten sie 2019 das Künstlerkollektiv FUCK IT – I’M ALIVE! Sie möchten mit der Foto- und Interview-Serie Tabus aufbrechen und den ProtagonistInnen die Möglichkeit geben, ihre Geschichte zu erzählen und sich vor der Kamera neu zu finden. „Schönheit trotz der Zerstörung. Die Narben und Marker sind nicht als Bild der Entwürdigung und des Kontrollverlustes zu sehen, sondern als Errungenschaften, die nicht versteckt werden müssen – die Ästhetik des Widerstands gegen die zerstörende Kraft des Krebses“, so die Fotografin. Informationen Um diese Vision realisieren zu können, hat das Team eine …

* Interview mit Iris Edinger und Jazek Poralla über das Projekt FUCK IT – I’M ALIVE!

Editorial  Das Projekt FUCK IT – I’M ALIVE! hat durch die Konstellation der drei Projektbeteiligten verschiedene Aspekte. Zum einen ist dort Marjorieth (mit der Diagnose Brustkrebs im Jahr 2018), deren Anliegen es ist, in die Welt zu schreien: Gebt nicht auf! Geht zur Vorsorge! Auch ihr Männer! Nutzt Euer Leben!“ Diesen Teil des Projekts kann man als „(Aufklärungs-)Kampagne“ sehen und das halten wir alle für richtig und wichtig. Auch die Aussage, sich nicht zu verstecken, sich nicht zu schämen, weniger Wert zu fühlen, mit seiner / ihrer Umgebung zu kommunizieren und dem Umfeld auch ein stückweit die Scheu zu nehmen. Marjorieth ist Creative Director und ihre Erfahrung, Wissen und Leidenschaft fließen natürlich in diesen Teil des Projekts. Ich bin Fotografin und mein Anliegen ist die Dokumentation und die Verschmelzung meiner Sicht mit der Wirklichkeit. Wenn ich für dieses Projekt fotografiere, dann weniger mit einer konkreten Vorgabe, sondern mit einer Wahrnehmung, einer Emotion, die in der Verbindung mit meinem Gegenüber ein Bild erschafft. Die Fotografien entstehen natürlich zunächst in meinem Kopf, sind aber keine geplante Pose …