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Wirtschaftsforum HH

2006 entwickelte ich mit Ulf Peter Busse das Konzept für ein Wirtschaftsforum, welches sich ausschließlich mit regionaler Kultur und Kunst befassen sollte.

Nachgefragt:
Ulf-Peter Busse, Redakteur der Bergedorfer Zeitung zum 22. Wirtschaftsforum Hamburg „Kultur und Wirtschaft im Dialog“.

Unter der Überschrift „Kultur + Wirtschaft im Dialog“ befasst sich das Wirtschaftsforum Hamburg der Bergedorfer Zeitung mit aktuellen Themen aus Kultur und Zeitgeist. Behandelt wurden neben den traditionellen Kultur-Themen bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater unter jeweils besonderer Fragestellung unter anderem auch Mode, Stadtentwicklung, Jugendkultur, Social Media, Corporate Citizenship, Erneuerbare Energien, Rollenbilder und gesellschaftlicher Protest.

Im Zentrum steht dabei eine moderierte Podiumsdiskussion mit drei bis vier Gästen, die ebenso informativ wie kontrovers geführt wird. Ziel ist es, dem geladenen Publikum – je Thema kommen etwa 100 bis 200 Gäste – einen lebendigen Blick auf das Thema zu geben, den Abend andererseits als gesellschaftliches Ereignis zum individuellen gegenseitigen Austausch am Buffet zu nutzen. Ein Rahmenprogramm wie etwa eine Ausstellung, ein musikalischer Beitrag oder eine Führung runden den Abend ab.

Das Wirtschaftsforum gibt es zweimal im Jahr. Veranstaltungsort ist die über 100 Jahre alte Bibliothek der Hamburger Sternwarte, wobei das Format auch „auf Wanderschaft“ geht, also an einen anderen interessanten Ort im Großraum Hamburg. Dazu gehörten bisher unter anderem das Körber-Forum der gleichnamigen Stiftung, das Auswanderermuseum Ballinstadt, das Autoforum „Sammlung Prototyp“ und der Mode-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Im November 2006 hat die Bergedorf Zeitung zum ersten Wirtschaftsforum „Kunst und Wirtschaft im Dialog“ eingeladen. Welche Idee steckte dahinter? 

Wir nahmen die neue Kulturbeilage „Kulturblatt“ der Bergedorf Zeitung als Anlass für das erste Wirtschaftsforum. Die Geschäftsführung entschied jedoch schon vor dem ersten Wirtschaftsforum, die Beilage teils in die Verantwortung eines extra gegründeten Kulturblatt-Vereins zu legen. Diese Entscheidung machte uns unabhängig von Themen der Beilage und bescherte dem Wirtschaftsforum von Beginn an eine überaus große kreative Freiheit. Die Reihe konnte sich somit ohne inhaltliche Zwänge zu einem Forum entwickeln, das dem Publikum tiefe Einblicke in die jeweils aktuellen Kultur- und Zeitgeist-Themen gab.

Es entwickelte sich ein Treffen, das jeweils „über den Tellerrand hinaus“ blickte und zum festen gesellschaftlichen Ereignis avancierte. Das Wirtschaftsforum verschaffte der Zeitung den Ruf, hier etwas an die Entscheidungsträger in ihrem Erscheinungsgebiet zurückzugeben, nämlich Live-Statements aus prominenten und kompetenten Mündern.

Wie konnte der Geschäftsführer der Bergedorfer Zeitung 2006 von der eher ungewöhnlichen Idee eines Dialogforums Kultur + Wirtschaft überzeugt werden?

Motor war seinerzeit neben der anstehenden Kulturbeilage vor allem das von der Kulturmanagerin Petra Bach und mir entwickelte ansprechende Konzept: Ein prominentes Podium präsentiert einem geladenen Kreis in attraktiver Umgebung ein Thema. Unser Glück war, dass die Geschäftsführung sehr offen neuen Ideen gegenüber stand. Tatsächlich hat es einige Jahre gedauert, bis der Ruf des Wirtschaftsforums auf die Zeitung zurückstrahlte und auch in unserer Chefetage die Relevanz der Reihe erkannt wurde: Wichtige Persönlichkeiten spiegelten zurück, dass die Zeitung hier ihrem Informationsauftrag in einem Maße gerecht werde, das nicht selbstverständlich sei und in dieser Form in Hamburg einmalig ist.

Wie hat die Wirtschaft die Veranstaltung angenommen?

Die Resonanz von bis zu 200 Gästen ist ein großer Erfolg. Bis heute setzt sich das Publikum zu etwa 70 Prozent aus den Köpfen der Wirtschaft und zu jeweils zehn Prozent aus Politik, Kultur und Verwaltung zusammen. Erkannt wird auch der Wert einer Einladung. Wer nicht auf der der Gästeliste steht, fragt nach, warum das so ist. Das liegt neben der Mund-Propaganda vor allem daran, dass das jeweilige Thema samt Gästeliste und Statements vom Abend im Anschluss auf zwei bis drei Seiten in unserer Zeitung umfangreich aufgegriffen wird.

Hat sich der Hamburger Stadtteil Bergedorf dadurch verändert?

Zwei Dinge fallen auf: Einerseits hat sich der gesellschaftliche Wert des Wirtschaftsforums etabliert. Die Veranstaltungen sind zum willkommenen Treffpunkt geworden, bei dem während der vielen Gesprächen am Buffet regelmäßig Kontakte geknüpft und Projekte angeschoben werden – sowohl angeregt vom Thema des Abends als auch mit ganz anderen Inhalten. Andererseits ist ein Anfang gelungen, den immer noch von Hamburg etwas als „Provinz“ in den eigenen Stadtgrenzen beäugten Bezirk Bergedorf etwas mehr in den Focus zu rücken – und auch die Ressentiments der Bergedorfer gegenüber der Metropole abzubauen.

Welcher Abend war Ihr persönliches Highlight?

Da fällt mir eine konkrete Festlegung schwer. Geht es um die Prominenz der Gäste, waren die Diskussionen mit Matthias Matussek zu gesellschaftlichem Protest und Kay Oberbeck von Google zu Social Media Höhepunkte. Inhaltlich begeistern einen Redakteur wie mich natürlich aktuelle Themen besonders, darunter zuletzt die Flüchtlingskrise mit Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz und als nächstes die Frage, ob Olympia wirklich zu Hamburg passt, dann mit dem Manager der Handball-Nationalmannschaft und Olympia-Teilnehmer 2008 in Peking, Oliver Roggisch. Die größten Folgen hatte bisher der Abend „Architektur gestern + heute: Sternwarte und HafenCity“, bei dem die ideellen Grundlagen der Weltkulturerbe-Bewerbung der Hamburger Sternwarte – Heimat unserer Veranstaltung – durch meinen Podiumsgast Prof. Dr. Gottfried Kiesow, den mittlerweile verstorbenen Chef der Deutschen Stiftung Denkmalpflege, gelegt wurden.

 

Ausstellungs- und Projektbegleitung

29 Jahre Erfahrungen sprechen für sich.

Ich berate Kreative und Unternehmen bei der Realisierung von Kunst-Förderpreisen, Wettbewerben, Projekte und Ausstellungen. Bei der Umsetzung bin ich die Frau im Hintergrund und übernehme den planerischen Prozess, sowie die kaufmännischen, versicherungstechnischen und rechtlichen Aufgaben.

Allianzen zwischen Kunst und Wirtschaft schließen.

Möchten Sie Kunst in Ihre Unternehmenskultur für Ihre Mitarbeiter:innen, Kund:innen oder für Ihr Image integrieren, dann gibt es im Bereich der bildenden Kunst viele Möglichkeiten. Nachfolgend stelle ich Ihnen einige Beispiele vor:

Kunstpreis

Kunstpreise sind eine Förderung im Bereich der Bildenden und Angewandten Kunst. In der Regel werden sie in Form eines Wettbewerbs von öffentlichen oder privaten Stellen ausgeschrieben und für besondere künstlerische Leistungen vergeben.

Beispiel:
Kunstpreis Wasser
Gebr. Glunz GmbH + Co. KG

Der Kunstpreis Wasser wurde von der Firma Gebr. Glunz, Hamburg – persönlich von Frau Julia Hartenstein – bundesweit ausgelobt.

Gesucht wurden künstlerische Ausdrucksformen zum Thema Wasser aus den Bereichen Malerei, Design, Fotografie, Video, Multimedia, Bildhauerei und Installation.

Es haben 657 Künstler*innen aus den Ländern Schweden, Schweiz, Niederlande und Deutschland daran teilgenommen und sich über 2000 Künstler*innen für den Wettbewerb interessiert.

Eine Fachjury > Dr. Volker Probst vom Ernst Barlach Museum Güstrow, Franz Kraft vom Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf, Victor Graf von Schwerin von der Agentur Communitcators und ich < hatten die beiden Preisträger ermittelt.

Im Frühjahr 2008 wurden aus allen Einsendungen 100 ausgewählte Kunstwerke in der Galerie des Künstlerhauses HH-Bergedorf ausgestellt und zum Kauf angeboten.

Kunstpause

Kunst in den Lebens- oder Berufsalltag einfügen, sodass alle Freude daran haben, war und ist immer meine Zielvorgabe. Dabei ist die Kommunikation das wichtigste Instrument, denn Künstler, Angestellte, Projektleiter oder Direktoren und Vorstände sprechen alle völlig unterschiedliche Sprachen. Zudem haben sie verschiedene Anforderungen und Herangehensweisen an ihr Privat- und Berufsleben.

Beispiel:
HypoVereinsbank Hamburg-Bergedorf

In Zusammenarbeit mit KOKUS e.V. wurden die Modelle von der Kunst im öffentlichen Raum aus dem Stadtteil HH-Neuerallermöhe-West in Schaufenstern der Geschäfte in der HH-Bergedorfer Innenstadt (Sachsentor) ausgestellt. Damit sollte das Kiör-Projekt des Stadtteils den Bürgern näher gebracht werden.

In Kooperation mit mir als Kunstmanagerin von KOKUS e.V. hat die Filiale Bergedorf der HypoVereinsbank zu diesem Zeitpunkt für ihre Angestellten eine Kunstpause angeboten.
An festgelegten Montagen konnten die Angestellten eine einstündige Kunstpause einlegen, in der die Kunstwerke anhand der Modelle des Kiör-Projekts von mir vorgestellt wurden.

Ausstellungen in den Geschäftsräumen

In Absprache mit den Unternehmen realisiere ich von Beginn an mit dem Aufbau, über die Vernissage bis hin zum Abbau eine Kunstausstellung. Während eines geladenen Get-togethers,  schauen sich die Angestellten die Kunstwerke an. Später wird für die Kunden zu der Vernissage geladen.

Als freischaffende Kulturmanagerin hatte ich meine erste Ausstellung 1995 mit dem Künstler Michael Irmer ( verstorben: 1996) im Foyer der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zur Einführung hat der Schauspieler Hannes Hellmann den „Vortrag über nichts“ von John Cage vorgetragen.

Beispiel
Roland Berger, Strategy Consultants, Frankfurt

Von 2003 bis 2014 habe ich  3 x im Jahr eine Ausstellung in den Büroräumen der Frankfurter Filiale ausgerichtet.

Anstelle einer Vernissage wurden die Angestellten zu einer Führung durch die Ausstellung und zum Gespräch mit den jeweiligen ausstellenden Künstlern eingeladen. Ich gab eine Einführung  und stand bei den anschließenden Gesprächen als Vermittlerin zur Verfügung. Die Kunstwerke blieben anschließend für 3 Monate in den Räumen und wurden zudem zum Verkauf angeboten.

Von den Großen für die Kleinen

Galerie Kids ist ein Projekt von den Großen für die Kleinen.

In Grund-, Haupt- und Gesamtschulen wird der Kunstunterricht oft stiefmütterlich behandelt. Mein Ziel ist, in der Zusammenarbeit mit Privatunternehmen und den Medien, die Kreativität von Kindern zu fördern.

Beispiel:
Galerie Kids
mit dem WSB HH-Bergedorf und der Bergedorf Zeitung

Mit einer Preisausschreibung wurden von 2007 bis 2013 Kinder und Schulklassen (1. bis 6. Klasse) dazu aufgerufen, Kunstwerke zu einem bestimmten Thema einzureichen. Ausgewählte Arbeiten wurden über 2 Wochen in einem Galerieraum – aufgehängt auf Augenhöhe der Kinder-  ausgestellt.

Alles lief wie in einem Profi-Galeriebetrieb ab. Gleichzeitig zur Vernissage fand die Preisverleihung statt. Preisgelder waren z.B. 500,– €  für die Schulklassen-Kasse, Museumsbesuche, Malblocks, Staffeln und Stifte von boesner gesponsert oder Kunst-Workshops von Profis.

In den weiteren Jahren wurde das Konzept erweitert. Ein Jury wurde aus Kindern zusammengestellt und die Einführung zur Vernissage übernahmen auch die Kinder selbst.

Kunst für den Wohn- und Arbeitsraum

Wenige exklusive Einrichtungshäuser haben die bildende Kunst für sich entdeckt. Zu den Designermöbeln gesellen sich oftmals belanglose Dekostücke.

Warum nicht mit ortsansässigen Künstler*innen zusammenarbeiten, die ihre Malerei, Skulpturen oder Objekte zu den Designermöbeln präsentieren dürfen?

In Hamburg haben wir dieses Experiment gewagt und alle waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis: das Einrichtungshaus, die Innenarchitekten, die Künstler und die Kunden.

Beispiel:
Zusammenarbeit mit Marks Einrichtungen Hamburg

Gemeinsam mit dem ortsansässigen Verein SkulpturenLandschaft e.V. habe ich bei Marks Einrichtungen  Kunstwerke (Malerei, Skulpturen und Objekte von den Künstlern des Vereins) präsentiert und zum Kauf angeboten.

Parallel bot ich Führungen, Workshops und Beratungen für die Kundinnen und Kunden, für die Neukundenwerbung, für ansässige Wirtschaftsunternehmen sowie für die Verkäufer*innen und Innenarchitekt(en)*innen des Hauses an. Die Unternehmensklientel interessierten sich eher für Kunst als Anlage. Die Kunden und Besucher wollten wissen, wie man professionelle Kunst von Laien-Kunst unterscheidet. Andere Besucher fanden wiederum Gefallen  am optimalen Zusammenspiel von Kunst und Wohnraum.

Webtexte und Einführungen

Ich bin nicht der laute Typ der Schlagworte oder der großen Heads.
Meine Texte für Einführungen, Editorials oder Websites sind  leise und authentisch.

Ich habe zahlreiche Einführungen für Ausstellungen geschrieben und gehalten.
Aktuell gehe ich mit meinem Vortrag über Düsseldorfer Künstlerinnen auf Reisen.

Meinen Stil spiegeln meine drei Websites wider:
https://Kunstsafari.com | https://petrabach.de | https://obenohne-life.de