Autor: Petra

livingARTroom: Künstlerin Vanessa Niederstrasser

„Im Staat Niederstrasser bin ich frei das zu denken und zu tun, was ich will. Ich bin die alleinige Herrscherin dieses unbewohnten Staates. Ich bin die Königin. Niemand kann mich hier verurteilen oder mir schaden. Mein Staat nimmt im Geist Gestalt an mit Symbolen wie Sternen, Diamanten, Flaggen, Siegeln, Währung und Landkarten.  So wie ich den Staat Niederstrasser bewohne, brauchen alle Frauen einen eigenen Staat, in dem sie sich von den Wunden der Ungerechtigkeit und Ablehnung heilen können. Solange es die Vorstellung gibt, dass Frauen zu verletzlich sind, um stark zu sein, dass sie nicht so fähig sind wie Männer, dass sie Bürger zweiter Klasse sind und nur dafür gut sind, Kinder zu gebären und aufzuziehen, wird dieser Zustand existieren. In meinen Bildern repräsentiert das Zusammennähen der beiden Stoffstücke die Heilung, die alle Frauen verdienen.   Jeder kann seinen eigenen souveränen Zustand haben. In diesem Zustand können sie Freiheit und Frieden erleben, weil sie nur durch innere Regeln gebunden sind. Sich an unsere eigene innere Richtlinie zu halten, gibt jedem von uns die ultimative Autorität …

Projekt: Kunstpreis Wasser mit Gebr. Glunz, HH.

Kunstpreise sind eine Förderung im Bereich der Bildenden und Angewandten Kunst. In der Regel werden sie in Form eines Wettbewerbs von öffentlichen oder privaten Stellen ausgeschrieben und für besondere künstlerische Leistungen vergeben. Kunstpreis Wasser Gebr. Glunz GmbH + Co. KG Der Kunstpreis Wasser wurde im Jahr 2007 von der Firma Gebr. Glunz – persönlich von Frau Julia Hartenstein – bundesweit ausgelobt. Gesucht wurden künstlerische Ausdrucksformen zum Thema Wasser aus den Bereichen Malerei, Design, Fotografie, Video, Multimedia, Bildhauerei und Installation. Es haben 657 Künstler*innen aus den Ländern Schweden, Schweiz, Niederlande und Deutschland daran teilgenommen und sich über 2000 Künstler*innen für den Wettbewerb interessiert. Eine Fachjury > Dr. Volker Probst vom Ernst Barlach Museum Güstrow, Franz Kraft vom Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf, Victor Graf von Schwerin von der Agentur Communitcators und ich < hatten die beiden Preisträger ermittelt. Im Frühjahr 2008 wurden aus allen Einsendungen 100 ausgewählte Kunstwerke in der Galerie des Künstlerhauses HH-Bergedorf ausgestellt und zum Kauf angeboten.

Projekt: Galerie Kids mit dem WSB HH-Bergedorf.

Galerie Kids ist ein Projekt von den Großen für die Kleinen. In Grund-, Haupt- und Gesamtschulen wird der Kunstunterricht oft stiefmütterlich behandelt. Mein Ziel ist, in der Zusammenarbeit mit Privatunternehmen und den Medien, die Kreativität von Kindern zu fördern. Galerie Kids Auslobung durch den WSB Bergedorf und der Bergedorf Zeitung Mit einer Preisausschreibung wurden von 2007 bis 2013 Kinder und Schulklassen (1. bis 6. Klasse) dazu aufgerufen, Kunstwerke zu einem bestimmten Thema einzureichen. Ausgewählte Arbeiten wurden über 2 Wochen in einem Galerieraum – aufgehängt auf Augenhöhe der Kinder-  ausgestellt. Alles lief wie in einem Profi-Galeriebetrieb ab. Gleichzeitig zur Vernissage fand die Preisverleihung statt. Preisgelder waren z.B. 500 €  für die Schulklassen-Kasse, Museumsbesuche, Malblocks, Staffeln und Stifte von boesner gesponsert oder Kunst-Workshops von Profis. In den weiteren Jahren wurde das Konzept erweitert. Ein Jury wurde aus Kindern zusammengestellt und die Einführung zur Vernissage übernahmen auch die Kinder selbst.

KiöR-Projekte mit den Vereinen Kokus und SkulpturenLandschaft.

HH-Neuallermöhe- West Von November 2007 bis Ende Februar 2012 war ich als Kunstmanagerin und Jurymitglied bei KOKUS e.V.  für den Bereich Kunst tätig. In dieser Zeit habe ich die Ausschreibungen 6 bis 15 betreut und umgesetzt. KOKUS e.V. ist ein Zusammenschluss von Bauherren, die in HH-Neuallermöhe-West Wohnungen errichtet haben. Es entstand ein völlig neuer Stadtteil. Die Bauherren haben sich zum Ziel gesetzt, nicht nur Wohnungen zur Vermietung anzubieten, sondern auch durch vielfältige Aktivitäten die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen und das Wohlfühlen der Menschen im Stadtteil zu fördern. Dabei hat der Verein zwei Schwerpunkte: Kommunikation | Kunst. http://kokus-allermoehe.de SkulpturenLandschaft HH Das Projekt SkulpturenLandschaft ist eine temporäre Kunstausstellung im öffentlichen Raum von Hamburg-Bergedorf. Es ist ein Kunstprojekt mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Skulpturen, Plastiken, Objekte, Installationen und Land-Art stehen im Kontext mit dem Lebensraum und Alltag des Menschen. „Unsere Zielsetzung ist, zeitgenössische Kunst im öffentlichen Lebensraum des Bürgers dar- und auszustellen. Durch die Ortswahl für unsere Kunstprojekte schaffen wir Momente der Begegnung: „Mensch : Kunst“, die nicht in der abgeschlossenen Atmosphäre an bekannten Kunstorten (Museen und …

Wir sind’s: Babyboomerinnen!

Von 2009 bis 2019 wurde ich komplett aus meinem Leben geworfen. Bis zum Einschlag meinen wir alle – so auch ich – es trifft die anderen. Aber was ist, wenn es mich trifft? „Es gibt diese Momente, in denen kein Raum für „Weiter so!“ vorhanden ist. An dem Punkt angekommen, geht nur: hopp oder top.“ Ich entschied mich für einen Blog und den Austausch mit anderen, fürs Laufen und Yoga. In meiner kleinen neuen Kolumne: Wir sind’s! interessiere ich mich ab 2022 für uns Babyboomerinnen. Wie schauen wir in die Zukunft. Was macht uns aus.    

ART AT HOME: Der Künstler Hiroyuki Masuyama.

In seinen Arbeiten dokumentiert der Künstler Hiroyuki Masuyama eine visuelle Erinnerung der Zeit. Er setzt sich mit Raum, Zeit und Perspektiven auseinander. In Tokio begann er zunächst sein Kunststudium mit Malerei. Als er 1999 als Student an die Kunstakademie Düsseldorf kam und später zur Kunsthochschule für Medien in Köln wechselte, wählte er Video, Fotografie oder die Bildhauerei für seine Kunst. Bis heute entstanden große Fotoprojekte, die oft Jahre in Anspruch nahmen, so z.B. das Motiv Park: 1.4.1999-31.3.2000. Vom 1. April 1999 bis zum 31. März 2000, ging Masuyama  jeden Tag zur gleichen Tageszeit zu einem bestimmten Ort in den Hofgarten. Aus den resultierenden 360 Fotografien schuf er ein Panoramabild von einem einzigen Ort im Wandel der Jahreszeiten. Bei einem weiteren Fotoprojekt umrundete er in 40 Stunden die Erde und machte dabei alle 20 Sekunden ein Foto aus dem Flugzeugfenster. Daraus entstand ein Panoramabild von über 27 Metern Länge. Für seine Arbeit ‚Flowers‘ fotografierte er über mehrere Jahre eine Blumenwiese. In einer anderen Serie setzte er sich mit Klassikern der Kunstgeschichte auseinander: Im Frühjahr 2015 installierte …

livingARTroom: Die Künstlerin Simone Karl.

Die Erforschung der Beziehung von Objekten in unserer Gesellschaft. Die Arbeiten der Hamburger Künstlerin Simone Karl erforschen die Beziehung von Objekten einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft zu Produzenten, Konsumenten, Menschen, Räumen und der Umwelt. Sie beschäftigt sich mit einer Religion des Plastiks, die künstliche Gegenstände zu maximal begehrenswerten Lustobjekten werden lässt und im nächsten Augenblick wegwirft. Der Überfluss an Plastik und die ständige Neuanschaffung haben eine Schicht an Müll und Weggeworfenem entstehen lassen, die – ähnlich einer stillen Parallelgesellschaft – immer mehr ins Blickfeld unserer Zeit rückt. Die Skulpturen, Installationen und Objekte von Simone Karl entwickeln sich aus den Spuren dieser Plastikgesellschaft. Sie emanzipieren sich und stehen dem Betrachter als raumgreifende Systeme in einem von ihren Erzeugern und einstigen Nutzern losgelösten Nachleben gegenüber. Ein unbelebter Gegenstand wird zu einem Organismus, dem etwas unangenehm Eigenständiges und Bewegliches anhaftet. Ein Zweitleben, losgelöst von Zweck und menschlichen Bedürfnissen entsteht und wird zu einem sich selbst reflektierendem System im Raum. Die Herkunft der verwendeten Objekte spielt dabei immer eine zentrale Rolle. Aufgewachsen in einer Familie aus traditionellen Handwerkern sind Material, Form und Zweck …

livingARTroom: kroko Jutta Konjer Manfred Kroboth.

Der andere Alltag. In Hamburg (2002 – 2012) lernte ich das Künstlerpaar kroko (Jutta Konjer und Manfred Kroboth) mit ihrem Hund Nike (später Fenja) kennen. Die drei waren eine untrennbare Einheit. Jutta Konjer ist eine Sammlerin von Dingen, die wir längst vergessen haben oder für uns nicht mehr von Bedeutung sind: Weggeworfenes stellte sie in einen anderen, in ihren ganz eigenen Kontext dar und erweckte diese Dinge dadurch zu neuem Leben. Das längst Vergessene wird  für den Betrachter wieder interessant. Manfred  Kroboth liebte hintergründige und humorvolle Gespräche, das Zusammensein beim Essen und die Kunst, Musik sowie die Philosophie. Jeder für sich, eine eigene künstlerische Persönlichkeit. Mit kroko haben sie eine weitere künstlerische Ausdrucksform geschaffen, ohne sich selbst und ihre Kunst dabei zu verlieren. Gemeinsam verwarfen sie selbstverständliche Konzepte für alltägliche Orte und Szenen und verschafften uns somit völlig neue Blickwinkel auf Gewohntes. „Sie haben Denkmälern zu neuem Leben verholfen, Sperrmüll zu Wohnraum umgedeutet und Landschaften als Kulissen für absurde Begebenheiten benutzt.“ * Im Jahr 2001 entstand zunächst eine analoge schwarz-weiß Serie, ein Spiel mit bekannten Denkmälern aus Hamburg. * …

AAB VISIT: Über Kunst ins Gespräch kommen.

Gesellschaft gestalten durch den Dialog. Unaufgeräumt. Authentisch. Weg von dem schönen, ästhetischen Kunstmarkt und der hippen Galeriewelt führen wir mit dem Projekt  AAB ® VISIT Sie in die Ateliers der Künstler vor Ort. Diese Arbeitsräume sind sehr private Orte, von denen eine besondere Atmosphäre ausgeht.  Frei nach dem Motto „Anzug trifft Blaumann“ sollen sich unsere Atelierbesuche zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickeln, der Künstler:innen und Privat- oder -Personen aus dem Business (der Wirtschaft) in privater und geschlossener Atmosphäre auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch bringt.  Die Atelierbesuche sind für einen geladenen Kreis konzipiert. Diese Ausrichtung wählen wir bewusst, um dem Dialog zwischen den Künstlern und Gästen einer eigenständigen Wertigkeit zu geben.

Mai 2021: Der Spendenlauf.

Am 04. Mai 2011 hatte ich meine erste Gehirn OP, nachdem die Ärzte zwei Wochen vorher ein ca. 10 Jahre lang gewachsenes Meningeom am Stammhirn festgestellt hatten. Bereits nach der OP auf der Intensivstation wurde mir gesagt, dass ich wahrscheinlich nie mehr laufen kann. 8 Jahre später beschloss ich für den New Yorker Marathon am 07. November 2021 zu trainieren. Mit 10 km („Für jedes Lebensjahr einen Kilometer!“) wollte ich daran teilnehmen. Wie so oft bei großen Plänen hat das Leben etwas anderes vor als wir: 2020 kam Corona und durchkreuzte alle Marathon-Pläne. Daher rief ich mit meinem ganz persönlichen virtuellen Lauf  vom 2. Mai. – 9. Mai 2021 Freund(e)*innen dazu auf, gemeinsam mit mir zu laufen und jeden gelaufenen oder gefahrenen Kilometer an die Deutsche Hirntumorhilfe zu spenden. Danke … Adina (D) 19, Carla (D) 55, Claudia (MS) 15, Conny (E) 9, Dörte (D) 19, Doro (MG) 7, Gabi (D) 20, Gerd (DU) 11, Helga (D) 50, Ingrid (D) 60 / 100, Iris (D) 38, Julia (D) 24, Katrin (NE) 30, Olaf (D) 60, Ralf …