Autor: Petra

Mut ist weiblich.

Es gibt diese Momente, in denen kein Raum für „Weiter so!“ vorhanden ist. An dem Punkt angekommen, geht nur: hopp oder top. Ich entschied mich 2019 für top und wollte 2021 für jedes Lebensjahr einen Kilometer laufen und mit 10 km am New Yorker Marathon teilnehmen. Aus diesem Entschluss heraus entstand mein Blog … Mut ist weiblich! 

Hiroyuki Masuyama

In seinen Arbeiten dokumentiert der Künstler Hiroyuki Masuyama eine visuelle Erinnerung der Zeit. Er setzt sich mit Raum, Zeit und Perspektiven auseinander. In Tokio begann er zunächst sein Kunststudium mit Malerei. Als er 1999 als Student an die Kunstakademie Düsseldorf kam und später zur Kunsthochschule für Medien in Köln wechselte, wählte er Video, Fotografie oder die Bildhauerei für seine Kunst. Bis heute entstanden große Fotoprojekte, die oft Jahre in Anspruch nahmen, so z.B. das Motiv Park: 1.4.1999-31.3.2000. Vom 1. April 1999 bis zum 31. März 2000, ging Masuyama  jeden Tag zur gleichen Tageszeit zu einem bestimmten Ort in den Hofgarten. Aus den resultierenden 360 Fotografien schuf er ein Panoramabild von einem einzigen Ort im Wandel der Jahreszeiten. Bei einem weiteren Fotoprojekt umrundete er in 40 Stunden die Erde und machte dabei alle 20 Sekunden ein Foto aus dem Flugzeugfenster. Daraus entstand ein Panoramabild von über 27 Metern Länge. Für seine Arbeit ‚Flowers‘ fotografierte er über mehrere Jahre eine Blumenwiese. In einer anderen Serie setzte er sich mit Klassikern der Kunstgeschichte auseinander: Im Frühjahr 2015 installierte …

Simone Karl

Die Erforschung der Beziehung von Objekten in unserer Gesellschaft. Die Arbeiten der Hamburger Künstlerin Simone Karl erforschen die Beziehung von Objekten einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft zu Produzenten, Konsumenten, Menschen, Räumen und der Umwelt. Sie beschäftigt sich mit einer Religion des Plastiks, die künstliche Gegenstände zu maximal begehrenswerten Lustobjekten werden lässt und im nächsten Augenblick wegwirft. Der Überfluss an Plastik und die ständige Neuanschaffung haben eine Schicht an Müll und Weggeworfenem entstehen lassen, die – ähnlich einer stillen Parallelgesellschaft – immer mehr ins Blickfeld unserer Zeit rückt. Die Skulpturen, Installationen und Objekte von Simone Karl entwickeln sich aus den Spuren dieser Plastikgesellschaft. Sie emanzipieren sich und stehen dem Betrachter als raumgreifende Systeme in einem von ihren Erzeugern und einstigen Nutzern losgelösten Nachleben gegenüber. Ein unbelebter Gegenstand wird zu einem Organismus, dem etwas unangenehm Eigenständiges und Bewegliches anhaftet. Ein Zweitleben, losgelöst von Zweck und menschlichen Bedürfnissen entsteht und wird zu einem sich selbst reflektierendem System im Raum. Die Herkunft der verwendeten Objekte spielt dabei immer eine zentrale Rolle. Aufgewachsen in einer Familie aus traditionellen Handwerkern sind Material, Form und Zweck …

Kroko: Jutta Konjer Manfred Kroboth

Der andere Alltag. In Hamburg (2002 – 2012) lernte ich das Künstlerpaar kroko (Jutta Konjer und Manfred Kroboth) mit ihrem Hund Nike (später Fenja) kennen. Die drei waren eine untrennbare Einheit. Jutta Konjer ist eine Sammlerin von Dingen, die wir längst vergessen haben oder für uns nicht mehr von Bedeutung sind: Weggeworfenes stellte sie in einen anderen, in ihren ganz eigenen Kontext dar und erweckte diese Dinge dadurch zu neuem Leben. Das längst Vergessene wird  für den Betrachter wieder interessant. Manfred  Kroboth liebte hintergründige und humorvolle Gespräche, das Zusammensein beim Essen und die Kunst, Musik sowie die Philosophie. Jeder für sich, eine eigene künstlerische Persönlichkeit. Mit kroko haben sie eine weitere künstlerische Ausdrucksform geschaffen, ohne sich selbst und ihre Kunst dabei zu verlieren. Gemeinsam verwarfen sie selbstverständliche Konzepte für alltägliche Orte und Szenen und verschafften uns somit völlig neue Blickwinkel auf Gewohntes. „Sie haben Denkmälern zu neuem Leben verholfen, Sperrmüll zu Wohnraum umgedeutet und Landschaften als Kulissen für absurde Begebenheiten benutzt.“ * Im Jahr 2001 entstand zunächst eine analoge schwarz-weiß Serie, ein Spiel mit bekannten Denkmälern aus Hamburg. * …

AAB VISIT

Gesellschaft gestalten durch den Dialog zwischen Kunst und Wirtschaft. Unaufgeräumt. Authentisch. Weg von dem schönen, ästhetischen Kunstmarkt und der hippen Galeriewelt führen wir mit dem Projekt  AAB ® VISIT regionale Wirtschaftsunternehmen in die Ateliers der Künstler vor Ort. Diese Arbeitsräume sind sehr private Orte, von denen eine besondere Atmosphäre ausgeht.  Zielsetzung Kunst und Wirtschaft – zwei in sich geschlossene Wertesysteme, die verschiedener nicht sein können.  Selten betreten Wirtschaftsleute den geschlossenen Markt der Kunst. Fast nie betreten Künstler den geschlossenen Markt des Wirtschafts- und Finanzwesens. Zu groß ist das fehlende Interesse füreinander. Zu groß sind die Sprachbarrieren. Zu verschieden deren persönliche und gesellschaftliche Ziele. Frei nach dem Motto „Anzug trifft Blaumann“ sollen sich unsere Atelierbesuche zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickeln, der Kunst und Wirtschaft in privater Atmosphäre auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch bringt.  Sie sind für einen geladenen Kreis konzipiert. Diese Ausrichtung wählen wir bewusst, um der bildenden Kunst im Dialog mit der Wirtschaft zu einer eigenständigen Wertigkeit zu verhelfen.  Kontakt halten – im Dialog bleiben. Eine spätere Gegeneinladung von Wirtschaftsunternehmen an die Künstler ist ein gewünschtes Ziel.

Mai 2021: Der Spendenlauf.

Am 04. Mai 2011 hatte ich meine erste Gehirn OP, nachdem die Ärzte zwei Wochen vorher ein ca. 10 Jahre lang gewachsenes Meningeom am Stammhirn festgestellt hatten. Bereits nach der OP auf der Intensivstation wurde mir gesagt, dass ich wahrscheinlich nie mehr laufen kann. 8 Jahre später beschloss ich für den New Yorker Marathon am 07. November 2021 zu trainieren. Mit 10 km („Für jedes Lebensjahr einen Kilometer!“) wollte ich daran teilnehmen. Wie so oft bei großen Plänen hat das Leben etwas anderes vor als wir: 2020 kam Corona und durchkreuzte alle Marathon-Pläne. Daher rief ich mit meinem ganz persönlichen virtuellen Lauf  vom 2. Mai. – 9. Mai 2021 Freund(e)*innen dazu auf, gemeinsam mit mir zu laufen und jeden gelaufenen oder gefahrenen Kilometer an die Deutsche Hirntumorhilfe zu spenden. Danke … Adina (D) 19, Carla (D) 55, Claudia (MS) 15, Conny (E) 9, Dörte (D) 19, Doro (MG) 7, Gabi (D) 20, Gerd (DU) 11, Helga (D) 50, Ingrid (D) 60 / 100, Iris (D) 38, Julia (D) 24, Katrin (NE) 30, Olaf (D) 60, Ralf …